5 Tipps für das Homeoffice

Homeoffice wirkt sich negativ auf die Psyche aus

Psychische Belastung im Homeoffice

Der Fehlzeitenreport der AOK 2019 ergab, dass 73,4% derjenigen, die häufig im Homeoffice arbeiten, sich in den letzten vier Wochen erschöpft fühlten22. Bei den Befragten, die ausschließlich im Büro tätig sind, waren es lediglich 66%. Die Studie offenbart noch mehr Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen: Beschäf­tigten im Homeoffice klagten viel stärker über Wut, Verärgerung, Nervosität und Reiz­barkeit als ihre Kollegen im Büro. Auch unter Lust­losigkeit, Konzen­trations­probleme und Schlaf­störungen litten sie häufiger.

Der Grund dafür liegt in den oftmals verschwim­menden Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit und der damit einher­gehenden Gefahr, dass Erholungs­phasen reduziert werden: Rund jeder Dritte legt im Homeoffice häufig seine Arbeits­zeit auf den Abend oder das Wochen­ende. Fast ein Fünftel berichtet über Anrufe beziehungs­weise E-Mails des Arbeitgebers außerhalb der Arbeits­zeiten. Außerdem gibt mehr als ein Drittel der Beschäf­tigten im Homeoffice an, dass sie Probleme haben, nach Feierabend abzuschalten.

In Zeiten, in denen wir rund um die Uhr die techni­schen Mittel zur Verfügung haben, die wir zum Arbeiten benötigen, kommt es umso mehr auf die Selbst­disziplin jedes Einzelnen an, um klare Grenzen zwischen privaten und beruflichen Belangen zu ziehen.

Fünf Tipps zum Homeoffice

Mit diesen fünf Tipps funktioniert die Trennung zwischen Arbeit und Privatleben im Homeoffice:

1. Richten Sie einen geeigneten Arbeitsplatz ein

Sollten Sie die räumlichen Möglich­keiten haben, richten Sie unbedingt ein eigenes Büro als Home­office ein. Falls Ihnen dafür der Platz fehlt, sollten Sie sich zumindest einen festen Platz suchen, den Sie zum Arbeiten nutzen. Durch eine neue Anordnung Ihrer Möbel kann es Ihnen gelingen, eine gewisse Abgren­zung zum Rest des Raumes herzu­stellen.

2. Führen Sie eine gewisse Morgen­routine ein

Die meisten Menschen folgen einer gewissen Routine bevor oder während sie ins Büro fahren. Stellen Sie diese nach. Wenn Sie vor der Fahrt ins Büro am Küchen­tisch gefrühstückt haben, behalten Sie dieses Verhalten bei. Verfallen Sie nicht dazu, diese Mahlzeit nun an ihrem Home­office-Platz zu sich zu nehmen. Kleiden Sie sich, als würden Sie ins Büro gehen. Sie werden merken, dass Ihre Kleidung Sie mental positiv beeinflusst und Sie so einfacher vom privaten Modus in den Arbeits­modus umschalten können.

3. Beseitigen Sie mögliche Stör­faktoren

Im Homeoffice sieht man oft die Dinge, die im Haushalt noch zu erledigen sind: Nur noch schnell den Geschirr­spüler ausräumen, die Wasch­maschine anschalten oder den Einkaufs­zettel schreiben. Schaffen Sie sich eine Umgebung mit möglichst wenig Ablenkung: Stellen Sie den Korb mit der Wäsche aus Ihrem Sicht­feld. Richten Sie Ihren Arbeits­platz so aus, dass Sie die To-Dos im Haushalt nicht unmittelbar vor der Nase haben.

4. Fragen Sie sich stets, ob es sich um private oder berufliche Aufgaben handelt

Wir vermischen schnell private und berufliche Aufgaben: "Ich bestelle nur noch schnell das eine Geburtstags­geschenk im Internet und suche nach einem Rezept für die Mittags­pause, dann schreibe ich das Skript weiter." Erledigen Sie im Homeoffice lediglich die Tätigkeiten, die mit Ihrem Job zu tun haben. Hier ist Selbst­disziplin gefragt. Ansonsten verschwimmen die Grenzen zwischen Privatem und Beruflichen schnell.

5. Legen Sie sich auf feste Arbeits­zeiten fest

Etablieren Sie feste Kernarbeits­zeiten und kommunizieren Sie diese. Nur weil Sie zu Hause und augen­scheinlich immer abrufbar sind, müssen Sie nicht laufend mit einem Bein in der Arbeit stehen. Definieren Sie die Zeit, zu der Sie Ihre Arbeit aufnehmen und zu der Sie Feier­abend machen. So wissen Ihre Kollegen, wann Sie sie erreichen können und vermeiden es, in der Freizeit mit Beruf­lichem konfrontiert zu werden. Halten Sie diese Zeiten ein. Fangen Sie nicht wieder an zu arbeiten, wenn Ihnen einmal nichts Besseres einfällt, sondern suchen Sie sich in diesen Momenten andere Beschäft­igungen.

Bauen Sie die Tipps in Ihren Arbeitsalltag im Homeoffice ein! Unsere Checkliste zum Download unterstützt Sie dabei.